Wie soll man als Veranstalter sein eigenes Symposium beschreiben? Es sind doch stets recht dichte Tage und man fragt sich am Ende, ob die eigene Zufriedenheit mit dem Ablauf und den Ergebnissen, mit dem Input durch die Referent*innen und den anregenden Diskussionen auch von den Teilnehmer*innen geteilt werden? Und welche neuen Fragestellungen ergeben sich am Ende, was kann man mitnehmen und wohin den Blick richten? Gefreut haben uns dabei die zahlreichen positiven Rückmeldungen und die Bereitschaft, sich in die künftige Testergruppe für die KnowledgeBase einzubringen. Erfreulich ist auch ein externer Kommentar, der mit Gespür und Kenntnis, vor allem mit Unabhängigkeit von den Veranstaltern berichtet: http://christianholst.de/2017/10/17/rueckblick-aufs-symposium-an-der-uni-regensburg/

Ein zentrales Ziel des Symposiums war es, in einem interdisziplinären Rahmen den aktuellen Stand der KnowledgeBase zu diskutieren, mit Praktiker*innen aus dem Kulturbetrieb Fragen der Digitalisierung zu erörtern und gemeinsam Projekte zu reflektieren, in denen digitale Medien und Nutzungen verwendet werden. Sichtbar wurde dabei erneut die Vielfalt von Ideen, Ansätzen und Bedürfnissen in verschiedenen Bereichen des Kulturbetriebs, im künstlerischen und konzeptionellen Alltag von Theater und Museum ebenso wie in Kreativ- und Kulturmanagement. Wir hatten mit dem Symposium dabei ganz bewusst einen breiteren Fokus gewählt, da sich in unseren bisherigen Erhebungen gezeigt hat, wie sich die verschiedenen Bereiche des Kulturbetriebs zunehmend durchdringen und vernetzen, dass die isolierte Betrachtung nur eines Segmentes in Hinblick auf kulturpolitische Fragen wenig zielführend ist, sondern solche stets im Austausch mit anderen Bereichen zu sehen sind. Deutlich wurde auch, welch große Rolle neue rechtliche Fragestellungen sowie das Bedürfnis nach Sicherheit und Vertrauen im Kontext einer zunehmenden digitalen Durchdringung der Gesellschaft spielen.

Angesichts des breiten Einflusses, den die Digitalisierung auf den Kulturbetrieb ausübt, braucht es noch viele weitere interdisziplinäre Tagungen, braucht es regen Austausch und anregende Diskussionen. Wir möchten uns gerne daran beteiligen, indem die Ergebnisse unseres Symposiums zeitnah im Laufe des Jahres 2018 publiziert werden – passend zum Thema als frei zugängliche digitale Edition in Open Access.

Empfehlen Sie uns weiter!
RSS
Facebook
Twitter